Nun ist es soweit… gestern hat mich eine Vietnamesin an der Busstation lauthals angeschrien…
Dies ist aber noch nicht alles, was in den letzten zwei Tagen passiert ist; ich habe es fast geschafft, dahin zu kommen, wo der Mekong ins Meer fliesst. Leider nur fast - die Verstaendigung mit den Bootsleuten gestaltete sich als zu schwierig. Wir wurden in Ca Mau zur falschen Busstation gefahren, obwohl wir mehrmals nur die zwei wichtigen Worte ’Bus Station’ und ‘Rach Gia’, unsere Enddestination genannt hatten. Auf der Faehre stand ein kleiner Vietnamese ganz nahe neben mich und hat mich nonstop angekuckt. Nach einer Weile nahm er sein Handy, hielt es sich ans Ohr und tippte dann imaginaer auf seiner Tastatur rum. Was will er, meine Nummer? Denkt sich wohl, wenn wir schon nicht hier miteinander reden koennen, dann ergaeben sich bestimmt via Natel tiefgruendige Gespraeche.
Zum Abschluss sind wir dann nach zwei Stunden Busfahrt mitten auf der Strecke am Strassenrand buchstaeblich aus dem Bus buxiert worden. Unsere Rucksaecke wurden einfach ausgeladen, uns wurde etwas auf vietnamesisch erklaert, sie haben uns nochmals freundlich zugewunken und der Minibus ist ohne uns weitergefahren. ??!! Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich Vietnam mag…
Momentan kann ich mich nicht mal mehr sonderlich an den bilderbuchschoenen Sujets des Mekong-Deltas und den vielen Einheimischen, die ihre wunderbaren, vietnamesischen Dreiecksstrohhuete tragen, erfreuen.
Aber neuer Tag, neues Glueck. Mittlerweilen bin ich via Rach Gia in Ha Tien, dem Grenzort zu Kambodscha, angekommen und der Ort strahlt eine gewisse Freundlichkeit aus.
KEEP SMILING… oder wie war das? ![]()
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